Ehrenamt

Das Buch "So schaffen wir das – eine Zivilgesellschaft im Aufbruch, 90 wegweisende Projekte mit Geflüchteten" ist sehr interessant gerade für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit.  In der Auseinandersetzung mit Flucht hat sich die deutsche Zivilgesellschaft neu aufgestellt. Anhand vieler Projekte mit Geflüchteten zeigt der Band, was möglich ist und wie wir zu einem neuen Miteinander finden können. Diese Publikation wurde gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Hier gibt es das Buch (2018)  als PDF oder im EPUB Format als Gratis Download.


Verschiedene Umfragen haben in den letzten Jahren das Engagement in der Flüchtlingshilfe unter verschiedenen Aspekten untersucht.

Eine ganz neue  Studie der INBAS-Sozialforschung GmbH in Frankfurt untersucht die Beziehungen zwischen Ehren- und Hauptamt unter dem Titel "Behörden müssen sich für das Ehrenamt öffnen" Auf der Seite des BAMF kann man nachlesen und downloaden: Eine Vielzahl Ehrenamtlicher hilft Geflüchteten in zahlreichen Initiativen und Projekten zum Beispiel bei der Begleitung zum Arzt und Behörden, beim Lernen der deutschen Sprache und bei der Wohnungssuche. Dabei profitiert die Integration von Zuwanderinnen und Zuwanderern von einer engen Zusammenarbeit von Ehren- und Hauptamtlichen wie beispielsweise Mitarbeitende von Behörden, Unterkünften für Geflüchtete und Beratungsstellen. Naturgemäß kommt es aber auch zu Problemen, konträren Erwartungshaltungen und Interessenslagen im Beziehungsdreieck von Hauptamt, Ehrenamt und Geflüchteten.

Kooperation von Haupt und Ehrenamtlichen in der Arbeit mit Geflüchteten ( Okt. 2018)


Der Ergebnisbericht der Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach informiert  über das Engagement in der Flüchtlingshilfe seit 2015. Das Institut hat in einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage Daten zum Engagement in der Flüchtlingshilfe u.a. zu den Motiven der Freiwilligen sowie deren Erfahrungen erhoben. Die Untersuchung des Instituts für Demoskopie Allensbach zum Engagement in der Flüchtlingshilfe bietet interessante Einsichten zu dem Thema. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat das Institut für Demoskopie Allensbach mit einer Befragung der aktiv Engagierten in der Flüchtlingshilfe beauftragt. Es sollte erfragt werden, wer sich derzeit aktiv für Geflüchtete einsetzt, was die Aktiven leisten und welche Erfahrungen diese Helferinnen und Helfer machen. Zugleich sollten die Entwicklung der Flüchtlingshilfe und ihre Bedeutung für das Engagement in Deutschland ermittelt werden. Stand Nov. 2017

Ergebnisbericht einer Untersuchung des Instituts für Demoskopie Allensbach


Wie kann eine realistische Perspektive für die Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt aussehen? Die Bertelsmann Stiftung ermittelt anhand von fünf lokalen Beispielen einen Ansatzpunkt. Unter dem Titel "'Ausbildung und Arbeit für Flüchtlinge? – Ohne die Freiwilligen können Sie das vergessen!' Über bürgerschaftliches Engagement zur Unterstützung der Arbeitsmarktintegration" zeigt die Studie, dass freiwilliges Engagement ein erfolgversprechendes Instrument zur Hinführung zum Arbeitsmarkt darstellt. Wir sollten auf die Kraft der Zivilgesellschaft setzen, umso mehr als dieser Integrationsweg zukünftig noch relevanter wird, da die Geflüchteten mit ihren mittlerweile erworbenen Deutschkenntnissen besser für den Arbeitsmarkt vorbereitet sind.

Die Studie über bürgerschaftliches Engagement zur Unterstützung der Arbeitsmarktintegration (2018) 


Einen Blick in ein anderes Bundesland  und die Situation der Ehrenamtsarbeit dort ermöglicht diese Studie aus Brandenburg, die bis Mitte 2017 erhoben und Anfang 2018 veröffentlicht wurde.  Anhand sehr praxisnaher Fragen wird so ein  gutes Bild zu acht Themenkompexen ermittelt und durchaus auch kritisch hinterfragt.

Integration machen Menschen, aktuelle Situation des Ehrenamts im Land Brandenburg


Dem Thema Koordinationsmodelle und Herausforderungen in der ehrenamtlichen Flüchtlingsunterstützung in den Kommunen widmet sich einen Studie der Bertelsmannstiftung von 2016.   Das freiwillige Engagement in Deutschland ist weiterhin stark und wichtig für die Integration der Geflüchteten in die Gesellschaft. Dabei strukturieren sich die vielfach spontan entstandenen Initiativen vor Ort zunehmend professioneller. Die Koordination zwischen ihnen und der Verwaltung sowie anderen Akteuren funktioniert nach drei Modellen, so die Ergebnisse einer Studie des Berliner Instituts für empirische Integration- und Migrationsforschung.


Eine Arbeitshilfe für Paten*innen und Begleiter*innen von Patenschaften hat der Paritätische Gesamtverband veröffentlicht. Sie enthält Beiträge zu theoretischen Hintergründen, Praxiserfahrungen von Begleiter*innen von Patenschaften sowie kritische Impulse und Handlungsempfehlungen für die eigene Praxis.
Arbeitshilfe: Patenschaften mit geflüchteten Menschen (56 Seiten, Stand: Oktober 2017)


Im Juni 2015 erschien die Studie des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung zu Strukturen und Motiven der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit (EFA) in Deutschland:
EFA - Studie


Broschüre von PRO ASYL aus dem Mai 2015 mit Anregungen und Informationen, wie man sich für Flüchtlinge engagieren kann:
PRO ASYL Broschüre: Herzlich Willkommen


Kenntnisse und Erfahrungen vieler Engagierter aus unterschiedlichen Bereichen der Flüchtlingsarbeit in Baden-Württemberg flossen ein, in das im September 2015 erschienene Handbuch des Saatsministeriums Baden-Württembergs:
Handbuch ehrenamtliche Flüchtlingshilfe in Baden-Württemberg